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Hüft- & Kniegelenkersatz (Prothese) bei Osteoporose

Hüft- & Knie­ge­lenk­er­satz (Pro­these) bei Osteoporose

Ein künst­li­ches Hüft- oder Knie­ge­lenk (Ge­lenk­er­satz) ge­hört zu den er­folg­reichs­ten or­tho­pä­di­schen Ein­grif­fen. Doch bei Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten mit Os­teo­po­rose stellt sich häu­fig die ent­schei­dende Frage:

Ist eine Pro­these bei ver­min­der­ter Kno­chen­dichte über­haupt sta­bil und sicher?

Die Ant­wort ist beruhigend:

Ja – ein Ge­lenk­er­satz ist auch bei Os­teo­po­rose sehr gut möglich.

Al­ler­dings un­ter­schei­det sich die Be­hand­lung deut­lich von Standardfällen.
Eine er­folg­rei­che Ver­sor­gung erfordert:

  • an­ge­passte Implantatwahl
  • spe­zi­elle Operationstechniken
  • ge­zielte Vor­be­rei­tung des Knochens

Os­teo­po­rose und Pro­these: Was sich im Kno­chen verändert

Bei Os­teo­po­rose ver­liert der Kno­chen an Dichte und Sta­bi­li­tät. Die feine in­nere Struk­tur (Tra­be­kel) wird aus­ge­dünnt – der Kno­chen wirkt „po­rös“.

Für den Ge­lenk­er­satz be­deu­tet das konkret:

  • die Ver­an­ke­rung ei­ner Pro­these ist tech­nisch anspruchsvoller
  • die Kraft­über­tra­gung im Kno­chen muss ge­zielt ge­steu­ert werden
  • das Ri­siko für Lo­cke­run­gen oder pe­ri­pro­the­ti­sche Frak­tu­ren ist erhöht

Des­halb ist die in­di­vi­du­elle Stra­te­gie beim Ge­lenk­er­satz ent­schei­dend. Die Ver­an­ke­rung muss be­son­ders sorg­fäl­tig ge­plant wer­den. Stan­dard­lö­sun­gen funk­tio­nie­ren hier oft nicht gleich gut wie bei ge­sun­dem Knochen.


Wie eine Pro­these bei Os­teo­po­rose sta­bil ver­an­kert wird

Der ent­schei­dende Un­ter­schied liegt in der Technik.

In vie­len Fäl­len wird bei Os­teo­po­rose eine ze­men­tierte Pro­these ein­ge­setzt. Der Kno­chen­ze­ment ver­bin­det Im­plan­tat und Kno­chen di­rekt und sorgt für eine sta­bile Aus­gangs­si­tua­tion – ge­rade bei po­rö­sem Kno­chen ein gro­ßer Vorteil.

Ze­ment­freie Pro­the­sen, die in den Kno­chen ein­wach­sen, kom­men nur dann in Frage, wenn noch aus­rei­chend sta­bile Kno­chen­struk­tur vor­han­den ist. Das wird im Vor­feld ge­nau beurteilt.

Er­gän­zend kann die Im­plan­tat­stra­te­gie an­ge­passt wer­den. Län­gere Schäfte oder spe­zi­elle For­men hel­fen da­bei, die Be­las­tung bes­ser im Kno­chen zu ver­tei­len und ein­zelne Schwach­stel­len zu entlasten.


Hüft­prothese bei Os­teo­po­rose: Besonderheiten

Beim Hüft­ge­lenk­er­satz ist vor al­lem der Ober­schen­kel­kno­chen kritisch.

Wich­tige Punkte:

  • er­höhte Ge­fahr von in­tra­ope­ra­ti­ven Frakturen
  • Wahl der rich­ti­gen Schaft­form entscheidend
  • häu­fig ze­men­tierte Fixierung

Die Pfan­nen­ver­an­ke­rung im Be­cken muss ex­akt an­ge­passt wer­den, da auch hier die Kno­chen­qua­li­tät re­du­ziert sein kann.


Knie­pro­these bei Os­teo­po­rose: Sta­bi­li­tät im Fokus

Beim Knie­ge­lenk­er­satz spielt ne­ben dem Kno­chen auch die Band­füh­rung eine große Rolle.

Be­son­der­hei­ten bei Osteoporose:

  • schwä­che­rer Kno­chen im Be­reich von Ober- und Unterschenkel
  • er­höhte An­for­de­run­gen an die Implantatverankerung
  • ggf. Ver­wen­dung von sta­bi­li­sie­ren­den Prothesentypen

Ziel: ein sta­bi­les, gut ge­führ­tes Ge­lenk trotz re­du­zier­ter Knochenqualität


Vor der Pro­the­sen Ope­ra­tion: Os­teo­po­rose ge­zielt berücksichtigen

Bei Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten mit Os­teo­po­rose be­ginnt die ei­gent­li­che Be­hand­lung nicht erst im Ope­ra­ti­ons­saal. Be­reits im Vor­feld spielt die Op­ti­mie­rung der Kno­chen­qua­li­tät eine wich­tige Rolle.

Dazu ge­hört vor al­lem eine ge­zielte me­di­ka­men­töse The­ra­pie, so­fern diese noch nicht er­folgt ist. Auch ein aus­rei­chen­der Vit­amin-D-Spie­gel und eine gute Cal­ci­um­ver­sor­gung sind we­sent­lich für den Knochenstoffwechsel.

Zu­sätz­lich kann ein mo­de­ra­tes Mus­kel­trai­ning vor der Ope­ra­tion hel­fen, die Sta­bi­li­tät nach dem Ein­griff zu ver­bes­sern. Eine gute Vor­be­rei­tung wirkt sich oft di­rekt auf den Hei­lungs­ver­lauf aus.

Nach der Pro­the­sen Ope­ra­tion: Be­son­der­hei­ten bei Osteoporose

Auch nach dem Ge­lenk­er­satz gibt es ei­nige Punkte, die bei Os­teo­po­rose be­son­ders be­ach­tet wer­den sollten.

Die Mo­bi­li­sa­tion er­folgt zwar früh, al­ler­dings kon­trol­liert und ange­passt an die in­di­vi­du­elle Si­tua­tion. Ziel ist es, Be­we­gung zu för­dern, ohne den Kno­chen un­nö­tig zu belasten.

Ein wei­te­rer zen­tra­ler Aspekt ist die Sturz­ver­mei­dung. Da os­teo­po­ro­ti­scher Kno­chen emp­find­li­cher ist, kann ein Sturz schwer­wie­gen­dere Fol­gen ha­ben als bei ge­sun­den Patient:innen. Ent­spre­chend wich­tig ist ein ge­ziel­tes Trai­ning von Gleich­ge­wicht und Koordination.

Nicht zu­letzt sollte die Be­hand­lung der Os­teo­po­rose kon­se­quent fort­ge­führt wer­den, um die lang­fris­tige Sta­bi­li­tät des Kno­chens zu sichern.


Er­fah­rung ist ent­schei­dend beim Ge­lenk­er­satz bei Osteoporose

Ein künst­li­ches Ge­lenk bei Os­teo­po­rose ist keine Standardoperation.

Es er­for­dert ein gu­tes Ver­ständ­nis der Kno­chen­qua­li­tät, Er­fah­rung in der Im­plan­tat­wahl und ein kla­res Kon­zept für die ge­samte Behandlung.


Wahlarztordination 18. Bezirk Wien ► Dr. Maximilian Kasparek

Dr. Ma­xi­mi­lian Kas­pa­rek – Spe­zia­list für Hüft- und Knie­pro­the­sen bei Osteoporose

Dr. Ma­xi­mi­lian Kas­pa­rek ist auf den Ein­satz von Hüft- und Knie­pro­the­sen spe­zia­li­siert und be­han­delt re­gel­mä­ßig auch Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten mit ein­ge­schränk­ter Knochenqualität.

Sein An­satz ist be­wusst individuell:
Nicht jede Pro­these passt zu je­dem Kno­chen. Ent­schei­dend ist die Kom­bi­na­tion aus prä­zi­ser Pla­nung, ge­eig­ne­ter Tech­nik und ei­ner Be­hand­lung, die auf lang­fris­tige Sta­bi­li­tät aus­ge­rich­tet ist.

Ge­rade bei Os­teo­po­rose macht diese Er­fah­rung den ent­schei­den­den Unterschied.

Fa­zit: Ge­lenk­er­satz bei Os­teo­po­rose – gut plan­bar und erfolgreich

Auch bei Os­teo­po­rose ist ein künst­li­ches Hüft- oder Knie­ge­lenk heute eine ver­läss­li­che Therapieoption.

Mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung, ei­ner an­ge­pass­ten Ope­ra­ti­ons­tech­nik und ei­ner struk­tu­rier­ten Nach­be­hand­lung las­sen sich in den meis­ten Fäl­len sehr gute Er­geb­nisse erzielen.


Häu­fige Fra­gen (FAQ)

Ist ein Ge­lenk­er­satz bei Os­teo­po­rose si­cher?

Ja, ein künst­li­ches Hüft- oder Knie­ge­lenk kann auch bei Os­teo­po­rose si­cher ein­ge­setzt wer­den. Ent­schei­dend ist, dass die Ope­ra­ti­ons­tech­nik an die ver­min­derte Kno­chen­qua­li­tät an­ge­passt wird und die Ver­an­ke­rung der Pro­these sorg­fäl­tig ge­plant erfolgt.

Hält eine Pro­these im os­teo­po­ro­ti­schen Kno­chen?

In den meis­ten Fäl­len ja. Durch den ge­ziel­ten Ein­satz von Kno­chen­ze­ment oder an­ge­pass­ten Im­plan­ta­ten kann eine sta­bile Ver­bin­dung zwi­schen Kno­chen und Pro­these er­reicht wer­den. Die in­di­vi­du­elle Kno­chen­qua­li­tät spielt da­bei eine wich­tige Rolle.

Ist das Ri­siko für Kom­pli­ka­tio­nen hö­her?

Das Ri­siko kann et­was er­höht sein, ins­be­son­dere für Lo­cke­run­gen oder Kno­chen­brü­che rund um die Pro­these. Mit Er­fah­rung, mo­der­ner Tech­nik und gu­ter Vor­be­rei­tung lässt sich die­ses Ri­siko je­doch deut­lich reduzieren.

Wel­che Pro­these wird bei Os­teo­po­rose ein­ge­setzt?

Häu­fig wer­den ze­men­tierte Pro­the­sen ver­wen­det, da sie eine so­for­tige Sta­bi­li­tät bie­ten. Die ge­naue Wahl hängt je­doch im­mer von der individuellen Si­tua­tion und der Kno­chen­qua­li­tät ab.

Muss Os­teo­po­rose vor der Ope­ra­tion be­han­delt wer­den?

Ja, das ist sehr sinn­voll. Eine op­ti­mierte Kno­chen­ge­sund­heit ver­bes­sert die Vor­aus­set­zun­gen für eine sta­bile Ver­an­ke­rung der Pro­these und kann Kom­pli­ka­tio­nen vorbeugen.

Wann kann ich nach der Ope­ra­tion wie­der ge­hen?

Die Mo­bi­li­sa­tion be­ginnt in der Re­gel sehr früh, oft be­reits am ers­ten oder zwei­ten Tag nach dem Ein­griff. Wie stark das Ge­lenk be­las­tet wer­den darf, wird in­di­vi­du­ell festgelegt.

Be­steht ein hö­he­res Ri­siko für Kno­chen­brü­che?

Ja, ins­be­son­dere so­ge­nannte pe­ri­pro­the­ti­sche Frak­tu­ren kön­nen bei Os­teo­po­rose häu­fi­ger auf­tre­ten. Des­halb ist eine an­ge­passte Nach­be­hand­lung und Sturz­ver­mei­dung be­son­ders wichtig.

Wie un­ter­schei­det sich eine Hüft­prothese bei Os­teo­po­rose?

Bei ei­ner Hüft­prothese ist vor al­lem die Ver­an­ke­rung im Ober­schen­kel­kno­chen ent­schei­dend. Auf­grund der re­du­zier­ten Kno­chen­qua­li­tät wird häu­fig eine ze­men­tierte Fi­xie­rung ge­wählt, um eine so­fort sta­bile Ver­bin­dung zu er­rei­chen. Zu­sätz­lich wird die Im­plan­tat­wahl so ge­trof­fen, dass die Be­las­tung mög­lichst gleich­mä­ßig ver­teilt wird.

Was ist bei ei­ner Knie­pro­these bei Os­teo­po­rose be­son­ders zu be­ach­ten?

Beim Knie­ge­lenk­er­satz spielt ne­ben der Kno­chen­qua­li­tät auch die Sta­bi­li­tät der Band­füh­rung eine wich­tige Rolle. Die Pro­these muss nicht nur fest im Kno­chen ver­an­kert sein, son­dern auch eine sta­bile Ge­lenk­füh­rung er­mög­li­chen. Des­halb sind eine prä­zise Pla­nung und eine ex­akte ope­ra­tive Um­set­zung be­son­ders entscheidend.


Hüft- oder Knie­pro­these bei Osteoporose?

Die Ent­schei­dung für oder ge­gen eine Pro­these sollte im­mer in­di­vi­du­ell ge­trof­fen wer­den. In mei­ner Wahl­arz­tor­di­na­tion in Wien nehme ich mir Zeit für eine ge­naue Ab­klä­rung und eine The­ra­pie­emp­feh­lung, die zu Ih­rer Si­tua­tion und Ih­rer Kno­chen­qua­li­tät passt.
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